Dr. Klaus Erkelenz Preis

Dr. Klaus Erkelenz war einer der Väter des sogenannten ''Bonn Potentials'', eines Ein-Boson-Austausch-Potentials, das eines der Hauptwerkzeuge in Wenig-Nukleon und Kernstrukturrechnungen ist. Klaus Erkelenz verstarb viel zu früh im Jahre 1973. Um die Erinnerung an ihn als großartigen Mensch und Physiker und seine Beiträge zur theoretischen Kernphysik aufrecht zu erhalten, wurde die Dr. Klaus Erkelenz Stiftung im Jahre 2013 ins Leben gerufen. Die Stiftung wurde am 15. November 2013 mit einem Festakt eingeweiht. Das Programm dieser Einweihungsveranstaltung bestand aus einer Einführung, zwei wissenschaftlichen Vorträgen und persönlichen Erinnerungen von Professor Peter David, einem langjährigen Freund und Kollegen von Klaus Erkelenz. Ruprecht Machleidt (University of Idaho, USA) sprach über ''Klaus Erkelenz and the Bonn Potential'' und Ulf Meißner (Bonn/Jülich) trug zum Thema ''Nuclear Theory:  A Modern Perspective'' vor.

Der Dr. Klaus Erkelenz Preis wird jährlich für eine herausragende Doktorarbeit in theoretischer Kern- oder Hadronenphysik oder für herausragende Arbeiten in der frühen Post-Doc-Phase am HISKP der Universität oder am IKP-3/IAS-4 des Forschungszentrums Jülich verliehen. Der Dr. Klaus Erkelenz Preis ist mit 5000 € dotiert.

Dr. Klaus Erkelenz Preisträger

2016 Andria Agadjanov

Andria Agadjanov (MSc, HISKP, Universität Bonn) wurde für seine herausragende Arbeit zum Thema "Hadronische elektroschwache Prozesse im endlichen Volumen" ausgezeichnet. Ihm wurde der Dr. Klaus-Erkelenz-Preis am 29. November 2016 verliehen. Sein Vortrag im Rahmen des Erkelenz-Kolloquiums hat den Titel "Hadronic electroweak processes in a finite volume".

2015 Martin Hoferichter and Jacobo Ruiz de Elvira

Dr. Martin Hoferichter (Institute for Nuclear Theory, Seattle, USA) und Dr. Jacobo Ruiz de Elvira (HISKP, Universität Bonn) wurden für ihre herausragenden Arbeiten zum Thema "Roy-Steiner equation analysis of pion-nucleon scattering" ausgezeichnet. Sie erhielten den Preis am 8. Dezember 2015 und trugen gemeinsam zu diesem Thema vor.

2014 Deborah Rönchen

Frau Dr. Deborah Rönchen (HISKP, Universität Bonn) wurde für ihre Dissertation "Baryon resonances in pion- and photon-induced reactions" ausgezeichnet. Deborah Rönchen wurde der Preis am 20. November 2014 verliehen. Sie sprach zum Thema "The spectrum of nucleon and Delta resonances in a dynamical coupled-channel model".

2013 Sebastian König

Dr. Sebastian König (Ohio State University, USA) für seine Dissertation ''Effective quantum theories with short- and long-range forces'' ausgezeichnet. Sebastian König wurde der Preis am 19. Dezember 2013 verliehen. Er sprach zum Thema ''Bound states in a box''.